Fake-Profil in LinkedIn? So finden Sie es heraus

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Sie bekommen eine LinkedIn-Anfrage von einem fragwürdigen Kontakt? So können Sie herausfinden, ob es sich um ein Fake-Profil handelt.

Haben Sie auch in der letzten Zeit immer wieder Kontaktanfragen von etwas dubiosen LinkedIn-Mitgliedern erhalten?

In der Regel bekommen Sie ja dann von LinkedIn eine E-Mail, in der ihnen die Kontaktanfrage mitgeteilt wird. Sie sehen ja auf den ersten Blick, wie der potentielle Kontakt heißt, zu welchem Unternehmen er gehört und das kleine Profilbild zeigt auch schon, wie er oder sie aussieht.

Freuen Sie sich aber nicht zu früh und klicken Sie nicht sofort auf „Annehmen“. Denn dahinter könnte sich ein „Fake-Profil“ befinden – oder noch schlimmer, ein Phishing-Angriff.

Übrigens, es ist gar nicht so kompliziert, selber Fake-Profile zu erstellen, zum Beispiel ihn diesem erschreckend einfachen Fake-Profil Generator.

Im Video oben zeigen wir Ihnen, wie sie von Anfang an herausfinden können, ob es sich hier um eine ganz normale Kontaktanfrage handelt oder ob Sie vorsichtig sein sollten, einem “Fake“ aufsitzen und den Kontakt vielleicht sogar LinkedIn melden.

Ein Fake-Profil identifizieren: erst recherchieren, dann klicken Bevor Sie also nun auf „Annehmen“ klicken, sollten sich folgende Fragen stellen…

Warum sollte sich diese Person mit Ihnen verknüpfen? Welche Motivation steckt dahinter? Meistens reicht es jetzt schon, die Anfrage einfach zu „ignorieren“ (löschen Sie die E-Mail).

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Wurde die E-Mail überhaupt von LinkedIn geschickt? Da reicht es nicht, nur auf die Absenderadresse zu schauen. LinkedIn packt in den Fuß per E-Mail zusätzlich noch persönliche Daten von Ihnen. Dazu gehören ihr Name, ihr Titel und ein Teil ihrer Beschreibung. Fehlt dieser Teil, sollten Sie schon skeptisch werden. Klicken Sie nicht sofort auf den Link, sondern kopieren Sie sich den Link und schauen, ob der Link auch tatsächlich auf “linkedin.com“ führt.

Wird der Name in Google gefunden – und wo? Googlen Sie. Dann werden Sie schnell herausfinden, ob der Name tatsächlich auch zum Unternehmen passen kann. Mitunter finden Sie gleich auf Anhieb auch mehrere Profile in LinkedIn, die denselben Namen haben. Dann heißt es: das Fake Profil bei LinkedIn melden. In diesem Beispiel könnte es sein, dass die selbe Person in verschiedenen Netzwerken unterwegs ist.

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Wird ein Fake-Bild benutzt? Sehr interessant ist auch die „umgedrehte Bildersuche“: im Video zeigen wir Ihnen, wie Sie nach dem Profilbild suchen können. Oftmals werden einfach Profilbilder von kostenlosen Bilder Diensten genommen.

Wenn Sie das alles geprüft haben, dann können Sie auf „Profil anzeigen“ in ihrer E-Mail klicken. Sie gelangen dann zum Profil der Person. Überzeugt sie das Profil, sie sind sich aber immer noch nicht komplett sicher, ob derjenige in ihr Netzwerk darf, dann können Sie noch vor der Annahme eine zusätzliche Nachricht an den Kontakt schicken. Im Video oben zeige ich Ihnen, wie das geht.

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Ein Tipp zuletzt: So schnell wie die Profile in LinkedIn erstellt sind, so schnell verschwinden sie oft auch wieder. Daher lohnt es sich, etwas zu warten. Oftmals können Sie sich dann die Punkte 1-4 aussparen, denn dann ist das Profil deaktiviert und damit auch die Kontaktanfrage. In diesem Fall gilt (ausnahmsweise), dass Schnelligkeit eben nicht zählt.